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Die besondere "Art": Handwerk, Musik und Malerei
3 Workshops und jede Menge Spaß

Wo zuerst schauen oder hinhören? Die drei bis zum letzten Platz besetzten Kreativ-Workshops gaben spannende Einblicke, sodass es schwerfiel, sich zu entscheiden, welchen Entstehungsprozess man verfolgen soll.

Die jungen und älteren Teilnehmerinnen schauten Körbeflechter Josip Karoli erst einmal nur zu, bevor sie sich selbst an ihren eigenen Korb wagten. Mit spitzem und scharfem Werkzeug und geschickten Fingern bohrte er Löcher in die kleinen Spannplatten, die dem Korb als Boden dienen sollten. Die unteren Weiden sind die stärksten, braucht man Kraft für dieses Handwerk? "Nein", antwortet der Kursleiter und biegt unbeirrt eine Weide nach der anderen um, "aber in den Fingern!" Claudia, Mitglied bei der integ Jugend, ist nach anderthalb Stunden mit ihrem Korb fertig: "Das war gar nicht schwierig und hat Spaß gemacht. Den Korb bekommt meine Tochter zum Geburtstag!"

Beim Didgeridoo-Workshop lehnen 30 Rohre an der Wand. Farbe, Schwämme, Schmirgelpapier, Bienenwachs, eine Säge und Luftballons liegen auf einem langen Tisch. Luftballons? "Das trainiert die Lunge!" erklärt Diplom-Designer Dirk Dräger. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer blasen zwischendurch immer mal wieder einen Luftballon auf, während die Rohre auf eine Länge von 1,30 Meter zersägt werden. Wozu der Bienenwachs? "Daraus wird das Mundstück gefertigt, es wird auf das abgeschmirgelte Rohr aufgepresst. Wenn Ihr es in der Hand knetet, wird das Wachs weich." Mit den Farben werden die Instrumente bemalt. Dann versuchen die Teilnehmenden zum ersten Mal, dem Instrument einige Töne zu entlocken: die Backen blähen sich auf, und es tönt plötzlich wie bei den australischen Ureinwohnern. Na, ein bisschen wenigstens. Zufrieden nehmen die jungen Frauen und Männer die Didgeridoos mit nach Hause, um weiter zu üben.

Um den Künstler und Lehrer Manfred Forschner tummeln sich konzentrierte Schüler und Erwachsene und schwingen den Pinsel. Bildgründe attackieren, so lautet das Thema, denn Forschner hat "Art Attack" einfach mal wörtlich genommen. So probiert eine Teilnehmerin, auf ihrem Bild mit dem Teppichmesser etwas herauszuschneiden, damit das Weiß wieder aus dem Untergrund hervortritt. Zwei Schüler lassen sich von Forschner eine Fackel anzünden und brennen Papierstücke ihres Bildes ab. "Ich mache Reizaktionen", lächelt der Lehrer", und er provoziert gern. Was provoziert? "Wenn man Bilder zerreißt, Löcher hinein schneidet oder sie überklebt!" Die Künstlerinnen und Künstler jedenfalls sind begeistert und können sich kaum von der Staffelei lösen. Noch trockenen die insgesamt 15 Bilder im Spiel- und Freizeithaus im Kurpark von Bad Sachsa. |
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