| Freitag, 2. Mai 2003 |
 |
| Startschuss für "Art Attack" geben am 1. Tag des Kulturfestes "Pretty Cashanga" mit Ihrem Konzert im Kursaal. Die Einflüsse der Afromusic und des Pop brachten die erst zögerlich Fußwippenden zum ausgelassenen Tanzen. |
 |
| Samstag, 3. Mai 2003 |
 |
| "Lernen Sie, keine Angst vor der Farbe zu haben!" So lautete das Motto des Malworkshops mit Diplom-Designer Helfried Hofmann in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Hildesheim, Fachbereich Gestaltung/GrafikDesign. Angst hatte niemand. Den Kopf frei zu bekommen, das war schon schwieriger. Doch die beiden Profis unterstützten die 30 TeilnehmerInnen, ohne in die individuellen Gestaltungsprozesse einzugreifen. Das Ergebnis waren spontane Bilder jeglicher Couleur: getupft, verwischt, kühl, warm, abstrakt. Auf jeden Fall ganz persönlich. |
 |
| Im Kurpark konnten es alle ZuschauerInnen, MusikerInnen und HelferInnen zu spüren bekommen, was es heißt, Integration zu leben. Behindert oder nicht behindert - das war hier keine Frage. Trotz schlechten Wetters war die Stimmung ausgelassen und positiv. "Mike Al Becker und die Simulanten" heizten dem Publikum mit deutschsprachigem Rock kräftig ein. Zwischen den Songs unterhielt Mike die ZuhörerInnen mit seinem Wortwitz, mit Ironie und Anekdoten bezüglich seiner Behinderung. |
 |
| Unauffällig saß er hinter dem Keyboard. Umso eindrucksvoller klang seine Stimme: George Nussbaumer, der blinde Pianist aus Österreich. Mit seinen einfühlsamen Kompositionen und Interpretationen bekannter Größen war "die schwärzeste Stimme im Alpenland" der absolute Publikumsliebling. Innerhalb kürzester Zeit war von seiner CD am SoVD-Stand nichts mehr übrig. |
 |
| Nahtlos schloss sich eine spontane "Jamsession" zwischen den verschiedenen Musikern aus den anderen Bands an. Auch hier war von Vorbehalten zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen keine Spur. |
 |
| Ausdrucksstark und spielfreudig präsentierte sich Gunnar Hofmann mit Band. Er präsentierte Eigenkompositionen des instrumentalen Jazz und unterstrich mit seiner Musik das künstlerisch hohe Niveau dieses Wochenendes. |
 |
| Mit t.n.c. erlebte das Publikum eine ganz besonders experimentierfreudige Band, die Coverversionen von Welthits und Eigenkompositionen witzig, ungewöhnlich und ausdrucksstark zum Besten gab. |
 |
| Es fällt schwer, den Auftritt von KlangArt zu beschreiben. Selten hat Musik und Kunst eine solch mystische Stimmung erzeugt, die Jung und Alt unter Spannung hielt. Die Verbindung zwischen dem archaischen Didgeridoo, den modernen Gitarrenklängen, Schlagzeug-Rhythmen, den farbigen Scheinwerfern im Nebel und dem intuitiven Malen auf der Leinwand von Helfried Hofmann überraschte sämtliche Sinne. |
 |
| Zum Abschluss musste sich erst einmal ausgetauscht werden über Eindrücke und Erlebtes - bis alles draußen war und es nur noch hieß: Abtanzen in der Disco! |
 |
Waffel- und Stockbrotbacken, Schminken, Mitsingen, Trampolin, Geisterzelt, Säfte, und, und, und - für die Kleinsten auf dem Jugendcamp sorgten am Samstag und Sonntag die Johanniter und die "Rappelkiste", der Verein "Eltern und Kinder lernen gemeinsam e. V.", eine Kleinkindertagestätte von 1-4 Jahren. Extra für "Art-Attack" schlossen sich der Verband und der Verein zusammen. Heraus kam ein buntes Programm für Kinder: es quietschte, sang, kreischte und jubelte. Danke an die Johanniter und die "Rappelkiste"!
|
 |
| Sonntag, 4. Mai 2003 |
 |
Der letzte Tag begann mit einer Vernissage der Kunstwerke von Helfried Hofmann im Schützenhaus, der in seinen Bildern Themen wie "Die 4 Elemente" oder den "Erdcyclus" interpretierte. Eröffnet wurde die Vernissage durch die 2. Landesjugend- vorsitzende der integ, Monika Hüttner-Beerbom, dem 1. Landesvorsitzendem SoVD Niedersachsen, Adolf Bauer, der Bürgermeisterin der Stadt Bad Sachsa, Helene Hofmann, dem Landesvorsitzenden der Johanniter Unfall Hilfe, Thomas Mähnert und von Helfried Hofmann. |
 |
| Nachdem Helfried Hofmann die Objekt-Entwürfe für den Kurpark fertig gestellt hatte, beauftragte er die Tischlerei-Werkstatt Hildesheim, die mit etwa 10 MitarbeiterInnen mit und ohne Behinderungen arbeitet. Die Entwürfe wurden seit Februar ausgearbeitet, lackiert und installiert und sind auch nach "Art-Attack" bis auf Weiteres im Kurpark zu besichtigen. |
 |
| Mehr Kunst gab es von Didgeridoo-Spieler Dirk Dräger. Der Diplom-Designer stellte im Schützenhaus besondere Schmuck- und Glasexponate aus. Im Kurpark konnte man außergewöhnliche Holzskulpturen und Glasstücke entdecken. Drägers Holzskulpturen verbinden Ursprüngliches mit experimenteller Kunst. |
 |
| Und noch einmal: Pretty Cashanga zum Zweiten. Es hatte sich wohl seit dem Auftritt am Freitag Abend herumgesprochen, wie mitreißend ihre Musik ist. Auch an diesem Tag ging das Publikum mit und stimmte in den Gesang mit ein. |
 |
| Nighthawks - die neun Profimusiker heizten die Atmosphäre an diesem sonnigen Nachmittag kräftig mit Saxophon, Trompete und Posaune auf und lieferten erstklassigen Bigbandswing. Spätestens jetzt hat sich die Band nicht nur international, sondern auch im Harz einen Namen gemacht. |
 |